Tagesordnungspunkt

TOP Ö 5: Antrag Elisabethschule Friesoythe vom 15.09.2010 auf Erweiterung des Schwerpunkts "Geistige Entwicklung" auf den Sekundarbereich I zum 01.08.2011

BezeichnungInhalt
Sitzung:14.04.2011   SCHUL/006/2011 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Vorlage:  V-SCHUL/11/024 

Auf Antrag des Vorsitzenden beschloss der Schulausschuss einstimmig, dem Kreisausschuss zu empfehlen, dem Antrag der Elisabethschule auf Erweiterung des Schwerpunktes „Geistige Entwicklung“ auf den Sekundarbereich I zum 01.08.2011 zuzustimmen.  

 


Kreisoberamtsrat Deeken trug den Sachverhalt lt. Vorlage-Nr. V-SCHUL/11/024 vor.

Kreistagsabgeordneter Möller erklärte, dass die CDU-Fraktion den Antrag der Elisabethschule unterstütze.

 

Anschließend erklärten Kreistagsabgeordnete Lüdders (Grüne), Kreistagsabgeordneter Meyer (SPD) und Kreistagsabgeordneter Friedhoff (FDP), dass auch sie den Antrag unterstützen würden.

Kreistagsabgeordneter Meyer griff zudem die derzeit in der politischen Diskussion befindliche Inklusion auf. Die Inklusion würde auf Dauer zu einer Verringerung der Schülerzahlen in den Förderschulen führen.

Sodann begründete Herr Schulleiter Dr. de Vries den Antrag der Schule. Nachdem der Kreistag vor ca. zweieinhalb Jahren beschlossen habe, eine öffentliche Schule für Schüler/innen mit einer geistigen Behinderung vorzuhalten, sei es nicht vertretbar, diesen Schülern einen Übergang in den Sekundarbereich I an der Elisabethschule zu verwehren.

Weiter unterstrich Dr. de Vries, dass er nicht den Eindruck erwecken wolle, gegen die Inklusion zu sein. Es sei aber zu hinterfragen, ob künftig in einer Grundschule die Schüler/innen mit einem Förderbedarf genauso intensiv betreut werden könnten wie in einer Förderschule. Wichtig sei, dass der freie Elternwille bestehen bleibe.

Kreistagsabgeordneter Friedhoff schloss sich den Ausführungen von Herrn Dr. de Vries an.

Der Vertreter der Schulen, Herr Gronemeyer, berichtete, dass es wegen der Inklusion gegenwärtig intensive Gespräche mit der Politik auf Landesebene gebe. Insgesamt sei die Verunsicherung groß, sowohl an den Schulen als auch in der Elternschaft.

Kreistagsabgeordneter Meyer wies darauf hin, dass es seitens der Politik noch keine genauen Festlegungen zur Ausgestaltung der Inklusion gebe.