BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:V-SCHUL/19/159  
Art:Sitzungsvorlage  
Datum:12.08.2019  
Betreff:Einführung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM)
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Einführung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM) Dateigrösse: 217 KB Einführung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM) 217 KB
Dokument anzeigen: 2019-08-29_Anlage Konzept Bildungsbüro (002) Dateigrösse: 406 KB 2019-08-29_Anlage Konzept Bildungsbüro (002) 406 KB

Beschlussvorschlag:

 

Dem Kreisrtag wird folgende Beschlussfassung empfohlen:

Die kommunale Bildungslandschaft im Landkreis Cloppenburg soll mit der Einführung des „datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements (DBKM)“ aktiv gestaltet werden. Die Kreisverwaltung wird mit der Implementierung des Bildungsbüros beauftragt.

 


 

Sach- und Rechtslage:

 

Der Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 14.05.2019 beschlossen, die Kreisverwaltung zu beauftragen, den Prozess der Implementierung eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements im Landkreis weiter zu verfolgen.

 

 

Zu Jahresbeginn 2019 unterzeichnete Landrat Johann Wimberg eine Zielvereinbarung mit der Transferagentur Niedersachsen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zum Thema „Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DBKM)“. Am 04.06.2019 fand dann eine verwaltungsinterne Lösungswerkstatt mit dem Kreisrat Neidhard Varnhorn, AmtsleiterInnen und MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Ämtern und Stabsstellen der Kreisverwaltung statt. Den Anregungen des Schulausschusses wurde von den Teilnehmenden der Lösungswerkstatt mit der Bearbeitung der Themenschwerpunkte „Chancengleichheit“ und „Mehrwert durch die Einrichtung eines DKBM“ entsprochen. Weitere Handlungsfelder im Rahmen des DKBM, wie z.B. die Erstellung von Bildungsreports unter themenspezifischen Gesichtspunkten, Gestaltung von Bildungsübergängen, Sprachförderung, etc. können langfristig in Abstimmung mit den zuständigen Gremien bearbeitet werden.

Der barrierefreie Zugang zu Bildung und Beruf, unabhängig von sozialer Herkunft, Abstammung und Geschlecht werden als Indikatoren für Chancengleichheit verstanden. Im Rahmen der Lösungswerkstatt wurden Bildungsteilhabe, die Gestaltung der Bildungsübergänge, Ein-haltung der Schulpflicht, Integration, das Erreichen der Familien, Deckung des Fachkräftebedarfs sowie eine höhere Beschäftigungsquote von Frauen als Ziele und Zielgruppen herausgearbeitet.

Insbesondere die Gestaltung von Bildungsübergängen beginnend im familiären Umfeld über die frühkindliche Bildung, Schule sowie Ausbildung bis hin zur beruflichen-, bzw. Erwachsenenbildung soll auf Grundlage valider Daten weiter entwickelt werden.

Diese Aufgaben lassen sich hauptsächlich ressortübergreifend, projektgesteuert und partizipativ bearbeiten. Aus diesem Grund wird die Schaffung einer Organisations- und Koordinierungseinheit in Form eines Bildungsbüros als notwendig erachtet, das unter Berücksichtigung der landkreistypischen Bildungsstrukturen die kontinuierliche Weiterentwicklung im Bildungsbereich mit der Prämisse des „lebenslangen Lernens“ befördert. Die Kreisverwaltung sieht im Bereich der Bildung ein Schwerpunktthema für die Zukunftsfähigkeit des Land-kreises.

Im Bildungsbüro angesiedelt sind: das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring. Das Bildungsmanagement koordiniert und organisiert Prozesse zur Erreichung bildungspolitischer Ziele. Das Bildungsmonitoring fasst vorhandene soziodemographische Daten entsprechend der Aufgabenstellung zusammen und wertet diese aus. Den zuständigen Gremien werden durch die Arbeit des Bildungsbüro einerseits die Datengrundlage für bildungs-, und sozialpolitische Entscheidungen zur Verfügung gestellt und andererseits potentielle „Schwachstellen“ (Stichwort ev. Schulabsentismus) kenntlich gemacht.

Der Mehrwert des Bildungsbüros liegt in der Bündelung von Wissen und Informationen, der Vernetzung und Steuerung, der Effektivitätssteigerung und – falls gewünscht - der Schaffung von Grundlagen für ein Qualitätsmanagement. Die hohe Dynamik der gesellschaftlichen Veränderungsprozesse erfordert ein breiteres Spektrum an möglichst validen Entscheidungsgrundlagen. Die zuständigen Gremien erhalten mit den ermittelten soziodemographischen Daten ein Instrument, um gesellschaftlichen Entwicklungen gestaltend begegnen zu können.

 

Personalkosten:

Das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring soll jeweils mit einer halben

Personalstelle besetzt werden.

 

Die Personalkosten für zwei Halbtagsstellen EG 10 betragen ca. € 70.000,-

 


Finanzierung:

 

Die erforderlichen Personalkosten sind im Haushalt 2020 neu einzuplanen.

 


Anlagenverzeichnis:

 

Konzept Bildungsbüro für den Landkreis Cloppenburg