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Name:V-SCHUL/10/012  
Art:Sitzungsvorlage  
Datum:19.01.2010  
Betreff:Einführung eines Prämiensystems zur Energieeinsparung an den Schulen des Landkreises Cloppenburg sowie der Städte und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg
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Sachverhalt:



Das Anregen zum energiesparenden Nutzerverhalten an Schulen mit einer Verteilung der Einsparerfolge ist bereits in vielen Gemeinden und Landkreisen normaler Alltag. Aktuelle und sehr erfolgreiche Projekte an Schulen (z.B. in Oldenburg, Bremerhaven, etc.) basieren häufig auf einem Prämiensystem, das den Anstoß zu einer deutlichen Senkung des Verbrauchs an Energie und Wasser geben soll, mit dem Ziel diese Einsparungen allein durch

 

·        organisatorische Änderungen an den Schulen

·        und Veränderung des Nutzerverhaltens

 

zu erreichen.

 

Zudem soll die Eigenverantwortung aller Beteiligten mit einer einfachen Idee gestärkt werden: Wer Energie spart, wird belohnt.

 

Neben der Umwelt profitiert auch der Schulträger u.a. durch deutlich niedrigere Kosten für Energie und Wasser.

 

Beispiele aus der Region (z.B. Stadt Oldenburg) zeigen

 

·        den großen und dauerhaften Erfolg solcher Prämiensysteme

·        dass sich ein Prämiensystem allein durch einen Teil der erzielten Einsparungen komplett selber tragen kann und keine zusätzlichen Kosten für die Kommune entstehen.

 

Dass ein Prämiensystem zur Energieeinsparung an Schulen noch nicht überall eingeführt ist, liegt häufig an der Organisation dieses Systems, das mit allen erforderlichen Handelnden am Beginn einzurichten ist. Dabei kann diese Hürde mit der Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erheblich gesenkt werden.

 

Das Verfahren selbst ist einfach und könnte wie folgt gestaltet werden:

 

Eine Schule verringert durch Nutzerverhalten den Energieverbrauch und die eingesparten Energiekosten werden zwischen Schule und Kommune, hier zur freien Verfügung, und eventuell beteiligten Dritten (z.B. RUZ) in Form einer Prämie aufgeteilt. Wird keine nennenswerte Einsparung erzielt wird auch keine Prämie gezahlt. Zur Feststellung der Einsparung wird in der Regel der durchschnittliche Verbrauch der drei vorhergehenden Jahre als Referenzwert genommen und die Abweichung eines aktuellen Abrechnungszeitraumes wird witterungsbereinigt errechnet. Bei erheblichen baulichen Veränderungen (z.B. neue Heizung, Beleuchtungssanierung, Fensteraustausch oder Fassadensanierung etc.) würde die betreffende Schule bis zur Ermittlung eines neuen Referenzwertes (Verbrauchswert über ein komplettes Jahr nach der Sanierung)  bei dem Prämiensystem aussetzen. Grundsätzlich sollte das Verfahren zur Ermittlung der Prämien einfach und transparent gestaltet werden.

 

Neben der Bildung von verantwortlichen Gruppen hat sich eine externe, in vielen Fällen kostenneutrale, pädagogische Betreuung der teilnehmenden Schulen bewährt. Ebenso kann eine Fortbildung des Betriebspersonals an den Schulen erfolgen. Die eigentliche Projektarbeit bleibt bei den teilnehmenden Schulen, so dass für die teilnehmenden Kommunen kein zusätzlicher Arbeitsaufwand entsteht.

 

 

 

Der Landkreis Cloppenburg beabsichtigt in Kooperation mit anderen Städten und Gemeinden des Landkreises Cloppenburg einen Antrag zur Förderung „einer begleitenden Beratung bei der Umsetzung „ im Rahmen der

 

Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative

 

nach dem vom BMU vorgegebenen Konzept

 

Klimaschutzprojekte in Schulen und Bildungseinrichtungen

 

zu stellen. Aktuell haben neben dem Landkreis Cloppenburg folgende Städte und Gemeinden unter dem Vorbehalt einer Förderung und einer internen Beschlussfassung die Teilnahme an der Einführung eines Prämiensystems zugesagt:

 

-                     Gemeinde Cappeln

-                     Gemeinde Molbergen

-                     Gemeinde Barßel

-                     Stadt Friesoythe

-                     Gemeinde Saterland

-                     Gemeinde Essen

 

Bei der Einführung eines Prämiensystems wird eine Kooperation mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum Oldenburger Münsterland (RUZ) angestrebt. Das RUZ hat bereits signalisiert sich an dem Projekt zu beteiligen. Die genaue Umsetzung und Durchführung eines Prämiensystems ergibt sich parallel zur Antragsstellung in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Kommunen und des RUZ.

 

Der Aufbau eines Prämiensystems steht unter dem Vorbehalt einer Förderzusage des Bundes und einer Kostenneutralität für die Projektteilnehmer.