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Name:V-SOZ/20/132  
Art:Sitzungsvorlage  
Datum:02.09.2020  
Betreff:5G Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur / Projekt: Smart Emergency - Rettungswesen neu vernetzt! 5G-Telemedizin-Vernetzung
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Beschlussvorschlag:

Dem Kreistag wird empfohlen zu beschließen, den Eigenanteil für einmalige Sachkosten in Höhe von 11.200 EUR für das beschriebene Projekt zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren wird empfohlen, die halbe Personalstelle bereit zu stellen. Hier beläuft ist der Eigenanteil auf insgesamt 32.680 EUR (auf drei Jahre verteilt, d.h. 10.893 EUR pro Jahr).


Sachverhalt:

 

 

Mit dem 5G-Innovationswettbewerb fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Projekte im Rahmen der 5x5G-Strategie, die 5G-Anwendungen entwickeln, umsetzen und evaluieren, um Chancen identifizieren und neue Anwendungsfälle testen zu können.

 

Der Landkreis Cloppenburg wurde für die Phase I des 5G-Innovationswettbewerbs aufgrund der eingereichten Konzeptidee zum Thema „Smart Emergency – Rettungswesen neu vernetzt!“ ausgewählt. Der Landkreis Cloppenburg erhielt hierfür vom BMVI eine Förderung in Höhe von 100.000 EUR. Die Fördermittel wurden für die Erstellung eines Konzepts verwendet.

Aktuell bewirbt sich der Landkreis Cloppenburg mit seinen Konsortialpartnern

·         Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

·         St. Pius-Stift Cloppenburg

·         St. Josefs-Stift Cloppenburg gGmbH

·         Klinikum Oldenburg AöR

·         Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin, Universität
        Oldenburg

·         ZTM Bad Kissingen GmbH

für die Phase II des 5G-Innovationswettbewerbs. Grundlage hierfür bildet das in Phase I erstellte Konzept.

 

Kurzfassung des Projektvorhabens:

Qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung, nah am Hilfesuchenden, auch wenn ein Arzt gerade nicht vor Ort ist, das ist das Ziel, mit dem die Partner dieses Projekts in die Konzepterstellung gestartet sind. Hierfür sollen die Potenziale von 5G für eine innovative medizinische Versorgung von Patienten im ländlichen Raum erschlossen werden und die Akteure des Gesundheitswesens stärker vernetzt werden. So können Herausforderungen, wie eine hohe Belastung von Pflegepersonal, eine geringe Ärztedichte, Fachärztemangel und ein steigendes Aufkommen von Notfallversorgungen, adressiert werden.

Ein 5G-Telemedizinkoffer, der Medizingeräte als Basiselemente und innovativen Anwendungen, wie etwa eine Augmented-Reality-Brille, kombiniert, wird im Rahmen dieses Projektes unter idealen 5G-Bedingungen dort getestet werden, wo knappe Ressourcen besonders wertvoll sind – in einem Alten- und Pflegeheim und einem Krankenhaus, um sowohl die nicht-akuten Telesprechstunden als auch die Notfallversorgung als Anwendungsgebiete zu testen. Als Testgebiete wurden das St. Pius-Stift und das St. Josefs-Hospital in Cloppenburg ausgewählt.

Zur Schaffung der benötigten 5G-Infrastruktur werden Campusnetze installiert, die Echtzeitvitaldatenübertragung, stabile hochqualitative telemedizinische Videoverbindung und die Funktionalität der medizinischen Geräte gewährleisten. Langfristiges Ziel ist mit voranschreitendem Ausbau der 5G-Mobilfunkinfrastruktur, die getesteten Anwendungen auf mobile Anwendungsfälle, wie den Rettungsdienst, großflächig übertragen zu können.

 

 

 

Mit diesem Anwendungsfall bewirbt sich der Landkreis Cloppenburg zusammen mit den Konsortialpartnern des Projekts um die Umsetzungsförderung des 5G-Innovationswettbewerbs. Begleitet wird das Projekt von erfahrenen Akteuren der Telemedizin, dem Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen, dem Klinikum Oldenburg und dem Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin. EY, übernimmt die Rolle des Verbundkoordinators. Darüber hinaus konnten Haus- und Fachärzte als Kooperationspartner für die Telesprechstunden gewonnen werden.

 

 

Beschreibung des Projektzeitplans

Die Projektlaufzeit umfasst drei Jahre, in denen sowohl die Vorbereitungen für die Installation der 5G-Infrastruktur in Form eines Campusnetzes getroffen als auch die notwendigen Schritte zur Implementierung der Telemedizinvernetzung eingeleitet werden. In Jahr 1 erfolgen alle notwendigen Vorbereitungen, um in Jahr 2 nach Inbetriebnahme des ersten Campusnetzes und Entwicklung des Telemedizinkoffers basierend auf den projektspezifischen Anforderungen das Konzept vor Ort zu implementieren und zu testen. Jahr 3 fokussiert die anschließende Evaluierung, bei der alle Projektbeteiligten ihre Erfahrungen dokumentieren.

 

 

 

 


Kosten Gesamtprojekt:

 

 

Kosten der einzelnen Projektpartner

 

 

 

 

Die Kosten des Landkreises Cloppenburg von 43.880 EUR begründen sich zum Großteil darin, dass für die Umsetzung des Vorhabens vom Bundministerium zwingend die Einrichtung einer neuen Personalstelle für die Verwaltung des Landkreises Cloppenburg gefordert wird. Diese Stelle beinhaltet vorrangig die Projektbegleitung und die Öffentlichkeitsarbeit dieses Projektes.


Finanzierung:

PSP-Element (Produkt)

Die anfallenden Kosten sind in den Haushaltsjahren 2021-2023 eingeplant.

 


Anlagenverzeichnis: