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Name:V-VERK/20/178  
Art:Sitzungsvorlage  
Datum:23.01.2020  
Betreff:Sachstandsbericht Kreisstraßen: Verbreiterungen sowie Sanierungen
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Sachverhalt:

Verbreiterungen

 

Seit 2010 stellt der Landkreis Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lingen, Verbreiterungskonzepte für sein Kreisstraßennetz mit dem Ziel auf, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Erschließungsqualität der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur zu steigern und den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren. Mit Beschluss des Kreistages vom 01.10.2019 konnte bereits das vierte Kreisstraßenverbreiterungsprogramm auf den Weg gebracht werden.

 

Der Stand der Planungen für die noch nicht umgesetzten Maßnahmen der jeweiligen Verbreiterungskonzepte stellt sich wie folgt dar:

 

 

Mehrjahressanierungskonzept II:

 

Ausbau der K 300 von Augustendorf nach Neumarkhausen

 

Die Verbreiterung der K 300 soll von Augustendorf bis zur L 831 in Neumarkhausen auf einer Länge von ca. 5,8 km erfolgen. Die Fahrbahnbreite beträgt hier 5,00 m und soll auf 6,00 m verbreitert werden. Gleichzeitig soll der parallel zur Fahrbahn verlaufende Radweg saniert und die Radwegbreite auf den heutigen Standard von 2,00 m angepasst werden.

 

Aufgrund der räumlichen Enge und des Eingriffs in das Landschaftsbild gestaltet sich hier die Planung sehr aufwendig.

 

Im März 2016 hat erstmalig eine Anliegerversammlung stattgefunden, in der die Planung vorgestellt wurde. Insbesondere hinsichtlich der Vielzahl der zu fällenden Bäume und der Veränderung des Ortsbildes bestehen bei einigen Anliegern in Augustendorf Bedenken gegen die Maßnahme. In mehreren Gesprächen mit dem Ortsverein von Augustendorf und auch in einer weiteren Anliegerversammlung im Oktober 2016 wurde die Planung abermals erläutert und sich dazu ausgetauscht, um Einverständnis für die Planung zu erlangen und um den erforderlichen Grunderwerb bei den Anliegern tätigen zu können. Hierbei wurden verschiedene Varianten (z. B. Verlegung des Radweges im südlichen Bereich hinter die Baumreihen) überprüft. Jedoch konnte nicht mit allen Anliegern das Einvernehmen hergestellt werden.

 

Im April 2017 hat der Ortsverein Augustendorf dann bei der Stadt Friesoythe den Antrag auf Ausweisung der Ortschaft Augustendorf als „Geschlossene Ortschaft“ gestellt. Hierdurch soll u. a. auch das Ortsbild erhalten werden, da im Bereich der „Geschlossen Ortschaft“ die Aufstellung von Schutzplanken entfällt und nur die für eine Verbreiterung erforderlichen Bäume entfernt werden müssen.

 

Als Ergebnis eines Gesprächs mit der Stadt Friesoythe wurde das Planungsbüro beauftragt, die Planungen für den Ausbau der K 300 in dem Bereich von Augustendorf, für den die Anordnung einer „Geschlossenen Ortschaft“ in Frage kommt, baulich so zu gestalten, dass der Charakter einer Ortschaft verstärkt wird.

 

Die Stadt Friesoythe hat vorbehaltlich der Umsetzung dieser baulichen Maßnahmen in Aussicht gestellt, den Bereich von Augustendorf von Bau-km 3+872 bis Bau-km 5+430 (Ca. Dorfstraße 1 bis Dorfstraße 25) als „Geschlossenen Ortschaft“ auszuweisen. Die geänderte Planung wurde den Anliegern in einer weiteren Informationsveranstaltung am 29.05.2018 vorgestellt. Mit einem Großteil der Anlieger in Augustendorf konnte daraufhin Einigung hinsichtlich des Grunderwerbs erzielt werden.

 

Aufgrund des vergangenen Zeitraumes seit Beginn der Planungen ist es erforderlich geworden, einige Unterlagen für das Verfahren zu aktualisieren. Dazu sind u. a. auch Kartierungsarbeiten von einem entsprechend qualifiziertem Planungsbüro durchzuführen gewesen. Deren Ergebnisse müssen in die Planunterlagen eingearbeitet werden. Nach Aufarbeitung und Finalisierung sämtlicher Planunterlagen soll dann das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Es ist vorgesehen, dieses noch in 2020 einzuleiten.

 

Die Baukosten für diese Maßnahme werden nach derzeitigem Planungsstand ca. 4,3 Mio. EUR betragen.

 

Es ist beabsichtigt, für diese Maßnahme NGVFG-Mittel einzuwerben.

 

 

Ausbau der K 153 (Resthauser Straße) von Cloppenburg nach Resthausen

 

Beim Ausbau der K 153 handelt es sich um einen Maßnahme, die im Rahmen des Mehrjahressanierungskonzepts II zunächst zurückgestellt wurde, um eine Verkehrsmengenüberprüfung nach Inbetriebnahme der Anschlussstelle „Molberger Straße“ durchzuführen. Nach den Verkehrszählungen in 2010 war das Verkehrsaufkommen hier um das Dreifache angestiegen.

 

Die aktuell vorliegenden Verkehrszahlen konnten die in 2010 sehr stark angestiegenen Werte nicht bestätigen.

 

Im Rahmen einer Variantenbetrachtung wurde die Verbindungsfunktion zum Stadtgebiet Cloppenburg weiterhin gesehen. Eine Anbindung an die B 72 ist für die Netzfunktion nicht zielführend, da dieser Streckenabschnitt keine übergemeindliche Verbindungsfunktion hat.

 

Daher soll zur Verbesserung der Verkehrssicherheit eine Verbreiterung der K 153 von der K 152 bis zur Ortsumgehung auf 6,00 m erfolgen. Gleichzeitig ist eine Verbreiterung des bestehenden Radweges entlang der K 153 auf 2,50 m beabsichtigt.

 

Die Vermessungsarbeiten wurden durchgeführt. Im Anschluss hieran haben die Kartierungsarbeiten begonnen. Diese sollen voraussichtlich im Herbst 2020 beendet sein. Parallel wird mit der Erstellung der Planunterlagen begonnen.

 

Für diese Maßnahme werden nach derzeitiger Schätzung Kosten in Höhe von ca. 1,5 Mio. EUR anfallen.

 

 

Kreisstraßenverbreiterungskonzept III

 

Ausbau der K 164 von Löningen bis zur Kreisgrenze des Landkreises Osnabrück

 

Eine Maßnahme aus dem Kreisstraßenverbreiterungskonzept III ist der Ausbau der K 164 (Angelbecker Straße) von Löningen bis zur Kreisgrenze des Landkreises Osnabrück auf einer Länge von knapp 6 km von 5,00 – 5,50 m auf 6,00 m. Aufgrund der Länge der Maßnahme wurde diese in zwei Abschnitte aufgeteilt.

 

Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Verbreiterung der K 164 von Huckelrieden bis zur Kreisgrenze Osnabrück auf einer Länge von ca. 3 km sowie den Lückenschluss des Radweges zwischen Winkum und der Kreisgrenze Osnabrück auf einer Länge von ca. 1,9 km. Dieser erste Bauabschnitt konnte in 2019 durch die Fa. Dallmann aus Bramsche nahezu fertiggestellt werden.

 

Die Kosten für diese Maßnahme betragen rd. 2,6 Mio. EUR. Hierfür wurden Fördermittel nach dem NGVFG in Höhe von 60 % genehmigt.

 

 

In einem zweiten Bauabschnitt soll die K 164 nunmehr von Löningen bis Huckelrieden verbreitert werden. Gleichzeitig ist hier auch die Verbreiterung des bestehenden Radweges auf 2,50 m vorgesehen. Für den Bereich Angelbeck ist in Abstimmung mit der Stadt Löningen ein Ausbau als Ortsdurchfahrt geplant. Für diesen Bereich erfolgt eine Kostenteilung mit der Stadt Löningen.

 

Mit Bescheid vom 03.12.2019 wurden auch für diesen 2. Bauabschnitt Fördermittel nach dem NGVFG in Höhe von 60 % genehmigt.

 

Die Umsetzung des 2. Bauabschnittes soll in 2020 erfolgen. Die Rodungsarbeiten wurden bereits durchgeführt. Ein erster Termin mit den Versorgungsunternehmer an dieser Strecke hat stattgefunden. Derzeit wird die Ausschreibung der Baumaßnahme vorbereitet.

 

 

Ausbau der K 353 (Kanalstraße) von der L 831 (Altenoyther Straße) in Edewechterdamm bis zur Kantinenstraße in Vehnemoor

 

Es ist beabsichtigt, die ca. 5,30 m breite Fahrbahn auf 6,00 m zu verbreitern. Als Verbreiterungsseite wird zur kanalabgewandten Seite erfolgen. Im Rahmen dieser Maßnahme soll in Abstimmung mit der Stadt Friesoythe auch der Neubau eines Radweges von der Landesstraße 831 bis zur Radwegbrücke über den Küstenkanal realisiert werden.

 

Aufgrund der beengten Verhältnisse auf der gesamten Strecke, insbesondere jedoch im Einmündungsbereich mit der L 831 und im Bereich der Radwegbrücke über den Küstenkanal, stellt die Planung eine Herausforderung dar.

 

Um den Einmündungsbereich der K 353 mit der L 831 verkehrssicherer gestalten zu können, ist die Entfernung des sich dort befindlichen Wohnhauses erforderlich. Entsprechende Vereinbarungen wurden mit dem Eigentümer getroffen.

 

Des Weiteren wird ein Teilersatzneubau der Radwegbrücke über den Küstenkanal im Bereich der Kreisstraße notwendig. Im Rahmen einer Variantenuntersuchung wurde eine Vorzugsvariante ermittelt, die noch mit der Gemeinde Edewecht als Baulastträger abzustimmen ist.

 

Den betroffenen Anliegern wurde der Planungsentwurf in einer Anliegerversammlung am 21.11.2019 in der Schützenhalle Edewechterdamm vorgestellt. Die Grunderwerbsverhandlungen wurden begonnen.

 

Die Baukosten werden nach derzeitiger Schätzung ca. 1,6 Mio. EUR betragen.

 

Eine Umsetzung der Maßnahme ist für 2021 avisiert.

 

 

Ausbau der K 355 (Warnstedter Straße/Heerdamm) von der K 176 bis zur L 837 in Warnstedt

 

Als letzte Maßnahme des Kreisstraßenverbreiterungskonzepts III ist der Ausbau der K 355 (Warnstedter Straße/Heerdamm) von der K 176 (Bartmannsholter Straße) in Darrel bis zur L 837 (Alte Straße) in Warnstedt geplant. Gleichzeitig soll hier die Radweglücke zwischen Landesstraße und der Gemeindestraße „Kampstraße“ geschlossen werden. Seitens der Gemeinde Cappeln steht ein entsprechender Beschluss noch aus.

 

Vorbereitende Arbeiten wie z. B. die Vermessung haben begonnen. Nach Durchführung der Kartierungsarbeiten im Frühjahr 2020 soll die Genehmigung der Maßnahme im Herbst des gleichen Jahres erfolgen, so dass eine Umsetzung der Maßnahme in 2021 geplant wird.

 

Die Kosten für diese Maßnahmen werden derzeit grob auf 2,35 Mio. EUR geschätzt.

 

Mit dem Ausbau der K 355 wird auch das Kreisstraßenverbreiterungskonzept III abgeschlossen sein.

 

 

Kreisstraßenverbreiterungskonzept IV

 

Mit Beschluss vom 01.10.2019 hat der Kreistag des Landkreises Cloppenburg das Kreisstraßenverbreiterungskonzept IV beschlossen. Hierin sind folgende Verbreiterungsmaßnahmen enthalten:

 

- K 147, Gehlenberg – Neuscharrel:        ca. 2,78 km, einschl. Radwegausbau

- K 155, Großenging – Ermke:     ca. 3,45 km einschl. Radwegausbau und
 ca. 2,1 km Radwegneubau

 

- K 162, Löningen – Wachtum:                  ca. 5,78 km, einschl. Radwegausbau

 

- K 179, Emstek – L 870:                                               ca. 1,7 km, einschl. Radwegausbau und

                                                                                               ca. 4,1 km Radwegneubau

 

- K 307, Barßel – K 145:                                 ca. 4,49 km einschl. Radwegausbau

 

- K 351, K 307 – Kreisgrenze:                      ca. 1,01 km einschl. Radwegausbau und

                                                                                               ca. 170 m Radwegneubau

 

- K 324, Löningen – Hamstrup:                  ca. 6,29 km einschl. Radwegausbau

 

Diese Maßnahmen sollen im Anschluss an das Kreisstraßenverbreiterungskonzept III umgesetzt werden.

 

 

Sanierungen:

 

Aus dem Sanierungsprogramm 2019 wurden bis auf die Sanierung der K 280 und K 152 alle Maßnahmen zur Umsetzung in 2019 vergeben. Von diesen Maßnahmen steht noch die Sanierung des Radweges der K 176 durch die Fa. Bock aus.

 

Die Aufträge für die Sanierungsarbeiten an der K 280 und K 152 wurden in diesem Jahr bereits erteilt und sollen in diesem Frühjahr durchgeführt werden. Die K 280 wird von der Fa. Dallmann aus Bramsche saniert. Für die Durchführung der Sanierungsarbeiten der K 152 wurden die Arbeiten an die Fa. Bunte aus Papenburg vergeben.

 

Im Verkehrsausschuss am 12.11.2019 wurden die Kreisstraßensanierungsprogramme 2020 vorgestellt. Die für das Jahr 2020 vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen der Straßen und Radwege sollen gestaffelt im Laufe des Jahres umgesetzt werden.

 

Das Brückenbauwerk im Zuge der K 299 über die Soeste in Lohe stammt aus dem Jahr 1958 und wurde aufgrund des Schadensbildes seitens der NLStBV für eine Sanierung in 2020 vorgesehen. Im Zuge der Bauvorbereitung wurden weitere als in der Hauptprüfung vorgesehen Untersuchungen u. a. auch am Überbaubeton vorgenommen. Hier hat sich gezeigt, dass der Betonstahl nicht mehr den erforderlichen Korrosionsschutz besitzt. Aufgrund des bereits fortgeschrittenen Zustands empfiehlt die NLStBV, GB Lingen, nun die Planung eines Ersatzneubaus. Dieses braucht jedoch Vorbereitung und hat ein deutlich höheres als das im Haushalt eingeplante Kostenvolumen.

 

Deshalb sollen anstelle der Brücke im Zuge der K 299 über die Soeste nunmehr folgende Brückensanierungen in 2020 vorgesehen werden:

 

- K 153, Abschnitt 15, Station 5541, Brücke über die Soeste in Cloppenburg

- K 297, Abschnitt 20, Station 1232, Brücke über die Soeste in Schwaneburgermoor

 

Bei diesen Brücken sind Betonsanierungsmaßnahmen an der Überbauunterseite vorgesehen. Die Kosten hierfür werden auf jeweils ca. 100.000,- EUR geschätzt.