Tagesordnungspunkt

TOP Ö 8: Antrag auf Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis Cloppenburg

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.10.2010   KT/003/2010 
Beschluss:mehrheitlich abgelehnt
Vorlage:  V-KUL/10/004 

Der Kreistag beschloss bei 6 Gegenstimmen und 1 Stimmenthaltung, den Antrag auf Einführung einer Ehrenamtskarte im Landkreis Cloppenburg abzulehnen.

 

 


Ausschüsse:    Ausschuss für Kultur und Freizeit am 07.09.2010

                        Kreisausschuss am 07.10.2010

 

Kreistagsabgeordneter Hackstedt, stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Freizeit, trug den Sachverhalt vor.

 

Kreistagsabgeordnete Korfhage erklärte, sie könne nicht verstehen, warum der Kreistag das Ehrenamt nicht durch die Einführung der Ehrenamtskarte würdigen wolle. Das Ehrenamt werde immer wichtiger. Das Argument, die Ehrenamtskarte stelle eine Konkurrenz zu dem Schutzengelprojekt dar, könne sie nicht gelten lassen. Der große Kulturträger des Landkreises, das Museumsdorf, sei Kooperationspartner, und die Cloppenburger Bürger könnten die Vergünstigungen nicht nutzen. Die Aussage, die Einführung der Ehrenamtskarte stelle einen erheblichen Aufwand dar, könne sie so nicht stehen lassen, da die Materialien weitgehend vom Land zur Verfügung gestellt würden. Sie fordere alle auf, sich für die Einführung der Ehrenamtskarte einzusetzen.

 

Kreistagsabgeordneter Meinerling führte aus, dass das Vereinsleben und Ehrenamt im Landkreis Cloppenburg eine große Rolle spiele. Die FDP unterstütze den Antrag.

 

Kreistagsabgeordnete Lüdders wies darauf hin, dass jeder, der ehrenamtlich arbeite und einer Organisation angehöre, die eine Verwaltung auf Landesebene habe, sich einen derartigen Ausweis ausstellen lassen könne. Eine ganz andere Sache sei die notwendige Stärkung des Ehrenamtes insgesamt. Berufstätige Mitarbeiter von Verbänden, die z.B. Freizeitfahrten begleiten wollten, müssten dafür ihren Jahresurlaub nehmen. Seitens der Wirtschaft bestehe keine Bereitschaft, das Ehrenamt anzuerkennen und zu unterstützen. Die Grünen wollten zusammen mit der UBF an der Stärkung des Ehrenamtes weiter arbeiten.